Demokratie als Gemeinschaftsaufgabe
Demokratie und Freiheit – zwei Dinge, die eng miteinander verbunden, gerade vor dem Hintergrund der weltpolitischen Lage aber keine Selbstverständlichkeit sind. Das betonte Bürgermeister Benjamin Köpfle beim ökumenischen Neujahrsempfang. Der Rathauschef begrüßte im evangelischen Gemeindehaus am vergangenen Sonntag zahlreiche Gäste aus Kirche, Gemeinderat, Politik und Bürgerschaft. Er dankte den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden für die Organisation der Veranstaltung und hob die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Kirche und politischer Gemeinde hervor. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang durch den evangelischen Kirchenchor, den Posaunenchor sowie eine Solodarbietung von Farida Schreiner.
In seiner Ansprache verzichtete Bürgermeister Benjamin Köpfle bewusst auf eine ausführliche Projektbilanz. Stattdessen standen politische Grundsatzfragen im Mittelpunkt. Unter Bezug auf die politische Theoretikerin Hannah Arendt betonte er, dass das Ziel von Politik die Freiheit sei – verstanden als Möglichkeit zur Mitwirkung, zum offenen Austausch und zur Übernahme von Verantwortung. "Demokratie beginnt vor Ort", so Köpfle, der diese Floskel als konkrete Einladung und Aufforderung an alle Bürger verstand, sich einzubringen.
Angesichts internationaler und nationaler Entwicklungen warnte Köpfle vor einer schleichenden Gefährdung demokratischer Strukturen und warb für eine aktive, wehrhafte Demokratie. Gerade auf kommunaler Ebene werde Demokratie konkret erlebbar und müsse täglich gestaltet werden. Gleichzeitig sprach er offen über Frustrationen im Umgang mit Bürokratie und staatlichen Abläufen und plädierte für Vereinfachungen, ohne Rechtsstaatlichkeit und Fairness aufzugeben.
Trotz aller Herausforderungen blickte der Bürgermeister zuversichtlich nach vorn und hob das große Engagement der Laudenbacher Bürgerschaft, der Vereine, Kirchen und des Gemeinderats hervor. Demokratie, so Köpfle, sei keine Selbstverständlichkeit, sondern eine gemeinsame Aufgabe, die Beteiligung, Verantwortung und Zusammenhalt erfordere.
Die Rede im Wortlaut finden Sie hier (PDF-Datei).