Aktuelles aus der Gemeinde: Gemeinde Laudenbach

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Laudenbach für Nein, Hemsbach für Ja

Artikel vom 27.09.2026

Beim Bürgerentscheid am Sonntag, 27. September 2026, hat in Laudenbach eine Mehrheit mit Nein gestimmt. In Hemsbach stimmte eine Mehrheit mit Ja. Die Abstimmungsfrage lautete: „Sind Sie dafür, dass die Vertreter der Stadt Hemsbach bzw. Gemeinde Laudenbach im Schulverband Nördliche Badische Bergstraße angewiesen werden, gegen die Schillerschulvariante und damit für den Erhalt der Carl-Engler-Realschule als eigenständige Schule zu stimmen?“

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis entfielen in Laudenbach 1395 Stimmen auf Nein (56,7 Prozent) und 1066 Stimmen auf Ja (43,3 Prozent). Insgesamt gaben 2469 Wahlberechtigte ihre Stimme ab (8 davon ungültig). Die Wahlbeteiligung lag bei 47,7 Prozent. Für das erforderliche Quorum musste der Mehrheit der gültigen Stimmen zugleich mindestens 20 Prozent aller Stimmberechtigten umfassen – in Laudenbach entsprach das 1043 Stimmen. Das Votum ist für die Gremienmitglieder bindend. Die genauen Ergebnisse finden Sie hier.

Laudenbacher Wählerschaft gibt Rückhalt für Schillerschulvariante

„Die Wählerschaft in Laudenbach hat uns mit diesem Votum Rückhalt für unsere Haltung zur Schillerschulvariante gegeben. Gleichzeitig haben die Bürgerinnen und Bürger in Hemsbach eine andere Entscheidung getroffen. Beide Ergebnisse verdienen Respekt“, erklärten Bürgermeister Benjamin Köpfle sowie die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und den GRÜNEN nach Auszählungsende in der Sonnberg-Schule in einem gemeinsamen Statement. In Laudenbach hatten im Vorfeld alle Gemeinderäte und der Bürgermeister geschlossen für die Schillerschulvariante geworben. „Wir können nicht das Votum in Laudenbach begrüßen und die Entscheidung in Hemsbach ausblenden. Wir tragen gemeinsam Verantwortung für unseren Schulstandort. Wir müssen uns daher zusammensetzen und beraten, wie es unter diesen Voraussetzungen weitergehen kann“, betonten Köpfle, Dr. Eva Schüßler (CDU), Ulrike Schweizer (SPD) und Isabelle Ferrari (GRÜNE).

Gleichzeitig, so Köpfle, zeige die intensive Auseinandersetzung der vergangenen Wochen und Monate, wie wichtig den Menschen in Laudenbach und Hemsbach die Zukunft der Schulen sei. „Dieses Engagement verdient unabhängig vom Ergebnis Respekt“, unterstrich der Bürgermeister, der auch die vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung hervorhob. Bürgerentscheide seien ein zentrales Element der Demokratie. Der Rathauschef rief nun dazu auf, das Ergebnis zu akzeptieren und auf beiden Seiten respektvoll damit umzugehen.

Die Familien in Laudenbach und Hemsbach sollen über die weiteren Beratungen und die nächsten Schritte frühzeitig informiert werden.

Dank für großes Engagement

Bürgermeister und Fraktionen dankten am Wahlabend nicht nur allen, die ihre Stimme für die Zukunft der Kommunen genutzt haben. Ein großer Dank ging an die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer und die Mitarbeitenden der Verwaltungen. „Besonders danken möchten wir auch allen, die sich auf beiden Seiten konstruktiv eingebracht haben. Das zeigt, dass den Laudenbacherinnen und Laudenbachern die Zukunft der Gemeinde wichtig ist.“