Aktuelles aus der Gemeinde: Gemeinde Laudenbach

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Kleine, neue Mitte für Laudenbach?

Artikel vom 08.05.2026

Kleiner SB-Nahversorger, Hausarzt, Tagespflege und Bäcker – Geminderat favorisiert Mischnutzung am Südring

Vom Problemstandort zur Zukunftschance: Nach dem Kauf des ehemaligen Netto-Geländes am Südring im vergangenen Jahr rückt nun eine vielversprechende Perspektive in greifbare Nähe. Der Gemeinderat hat verschiedene Pläne für die Zukunft des zentralen Areals diskutiert. Favorit ist ein Konzept, das nicht nur die Lebensmittelversorgung sichert, sondern auch Platz für eine Hausarztpraxis, eine Tagespflegeeinrichtung sowie weitere Gewerbeflächen für Bäcker oder andere Nutzer böte.

Noch laufen die Gespräche und der Grundstücksverkauf ist noch nicht in trockenen Tüchern. Doch der Gemeinderat zeigte sich bei einer ersten Vorstellung durch die Investoren von den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten einer „kleinen, neuen Mitte“ für Laudenbach bereits angetan. Zur langfristigen Sicherung der Lebensmittelversorgung – das ursprüngliche Hauptziel der Gemeinde – sieht das Konzept ein fast rund um die Uhr geöffnetes, kleines Lebensmittelgeschäft mit Selbstbedienungs-System vor. Daneben fände in dem rund 1.000 Quadratmeter großen Gebäude eine Hausarztpraxis und eine Tagespflegeeinrichtung Platz – beides Bereiche, in denen in der Froschgemeinde großer Bedarf besteht. Für eine weitere Ladenfläche mit Außenbereich und eine dritte, noch flexible Fläche laufen bereits Gespräche mit einem Bäcker und weiteren Gewerbetreibenden.

Aufwertung für den Ortskern

Bürgermeister Benjamin Köpfle sieht in der möglichen Gestaltung eine immense Aufwertung für den Ortskern. Nach dem Rückzug mehrerer Lebensmittelhändler hatte die Gemeinde das Grundstück im Mai 2025 gekauft, um sich die Gestaltungshoheit für das so wichtige Areal im Ortskern zu sichern. Weil der Standort am Südring mit seiner guten Erreichbarkeit praktisch die einzige Möglichkeit einer wohnortnahen Versorgung darstellt, genoss der langfristige Erhalt der Lebensmittelversorgung an dieser Stelle für Bürgermeister Benjamin Köpfle und den Gemeinderat stets oberste Priorität. Trotz intensiver Bemühungen konnte die Gemeinde zunächst keinen Lebensmittelhändler für den innerörtlichen Standort gewinnen. Weder große Ketten noch kleine Anbieter – selbst mit öffentlichen Fördermitteln – entschieden sich final für einen Betrieb.

Die Gemeinde hielt dennoch an einer Entwicklung zur wohnortnahen Versorgung fest, Rathauschef Köpfle suchte nach neuen Konzepten und ging auf mögliche Investoren zu, die nun ihre Ideen dem Gemeinderat vorstellten.

Für Laudenbach könnte sich das als echter Glücksgriff erweisen. Denn die vom Gemeinderat bevorzugte Gestaltung geht über eine reine Lebensmittelversorgung weit hinaus. Stattdessen könnten dadurch neue Angebote gerade in prekären Bereichen wie der hausärztlichen Versorgung und der Pflege die Infrastruktur im sozialen und medizinischen Bereich verbessern und einen echten Mehrwert für Laudenbachs Bevölkerung bringen.

„In der Kombination der Nutzung liegt der Charme. Die Lebensmittelversorgung bliebe – wenn auch in kleinerem Umfang – erhalten. Gleichzeitig schafft das Konzept für unsere Bürgerschaft neue Angebote in ganz zentralen Versorgungsbereichen, die in den kommenden Jahrzehnten im Hinblick auf den demografischen Wandel noch an Bedeutung gewinnen werden“. Gerade mit der gegenüberliegenden DRK-Einrichtung zum Betreuten Wohnen könnten sich Synergie-Effekte ergeben.

Gespräche laufen

„Wir haben das Grundstück gekauft, um die Gestaltung selbst in der Hand zu haben und für unsere Bürgerschaft den größtmöglichen Nutzen zu schaffen. Das wäre damit erfüllt“, betont der Rathauschef.

In den kommenden Wochen sollen die Pläne weiter konkretisiert und Vertragsverhandlungen geführt werden. Sollten diese erfolgreich sein, stellt die Gemeinde das Projekt detailliert der Bevölkerung vor. Schon jetzt sucht die Firma „Tante-M“ gemeinsam mit der Gemeinde potenzielle Betreiber für den geplanten Lebensmittelmarkt im Franchise-System.

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