Beschreibung des Laudenbacher Wappens (Ausführlicher Bericht -Wappenkunde-)

In gespaltenem Schild vorn in Blau ein silbernes Winzermesser, hinten in Silber eine blaue Traube mit grünem Blatt und schwarzem Stil (1632) 1910.

 

 


KURZER ÜBERBLICK ÜBER DIE GESCHICHTE UNSERER GEMEINDE

Laudenbach, an der nördlichen badischen Bergstraße und der badisch-hessischen Landesgrenze gelegen, ist das nördlichste der drei „Bachdörfer“ (Sulzbach, Hemsbach, Laudenbach) zwischen den Städten Weinheim und Heppenheim. Die Gemarkung (1.029 ha) grenzt im Westen, Norden und Osten an Hessen. Sie reicht von der Weschnitz im Westen (tiefster Punkt 94 m/NN) über die Bergstraße bis auf die Juhöhenscholle des kristallinen Odenwaldes (höchster Punkt 402 m/NN).

Laudenbach wird erstmals in einer Urkunde des Klosters Lorsch aus dem Jahre 795 n Chr. als „Lutenbach“ erwähnt. Der Ort hat eine wechselvolle Geschichte. Bis 1232 gehört Laudenbach zum Kloster Lorsch, dann wird es dem Hoheitsgebiet des Erzbischofs von Mainz zugeteilt. Dem Wechsel (1288) in Pfälzer Lehen folgten Besitzstreitigkeiten des Pfalzgrafen mit dem mächtigen Erzbischof von Mainz. 1460 wird das Dorf niedergebrannt. 1485 kommt Laudenbach endgültig in den Herrschaftsbereich des Bischofs von Worms. 1705 geht die Wormser Herrschaft zu Ende. Die Kurpfalz erhält die Hoheit über Laudenbach zurück. 1803 geht mit dem „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ auch die Kurpfalz ihrem Ende entgegen. Laudenbach wird badisch und Grenzort mit Hauptzollstation zu Hessen.
Laudenbach ist heute eine aufstrebende und liebenswerte Wohngemeinde mit nahezu 6.000 Einwohnern. Mehrere Gewerbe- und Industriebetriebe sind in dem hierfür ausgewiesenen Gewerbe- und Industriegebiet angesiedelt. Ein großer Teil der im Ort ansässigen Landwirte hat sich bereits vor vielen Jahren in der Weschnitzsiedlung „westlich der Autobahn“ in Aussiedlerhöfen niedergelassen.

Der Landwirtschaft stehen von der Gemarkungsfläche rd. 620 ha zur Nutzung zur Verfügung. Die für Weinbau genutzte Fläche beträgt rd. 30 ha.

Ausgezeichnete Wandermöglichkeiten bestehen im Erholungsgebiet „Wald“, das eine Fläche von rd. 222 ha umfaßt sowie im natürlich erhaltenen Vorgebirge, das einen herrlichen Ausblick auf die Rheinebene bis hinüber zur Haardt gestattet.

Laudenbach verfügt über eine Grundschule, drei moderne Kindergärten, eine Sport- und Mehrzweckhalle sowie über großzügige Sportanlagen für Ballspiele, Tennis und Schießsport.

Die Gemeinde gehört dem Schulverband „Nördliche Badische Bergstraße“ an, der auf Gemarkung Hemsbach Träger eines Bildungszentrums ist, in dem alle allgemeinbildenden weiterführenden Schulen untergebracht sind. Somit stehen der Jugend hervorragende und ortsnahe Bildungseinrichtungen zur Verfügung. Auf den Gebieten der Frischwasserversorgung und der Abwasserbeseitigung arbeitet die Gemeinde in Zweckverbänden mit den benachbarten Städten und Gemeinden zusammen.

Seit 1981 ist Laudenbach mit der französischen Gemeinde Ivry-la-Bataille im Departement Eure in der Normandie verschwistert.

Das Jahr 1995 stand ganz im Zeichen der 1200 Jahrfeier. Die Bürgerinnen und Bürger Laudenbachs haben diesen großen Geburtstag mit einem prachtvollen historischen Umzug und vielen Veranstaltungen würdig und angemessen gefeiert.

Laudenbach ist zu einer modernen und mit erheblichem Freizeitwert ausgestatteten Gemeinde geworden.

 


Zur Geschichte der Kurpfalz

Ein Fachportal des Instituts für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Heidelberg bietet eine Übersicht über Institutionen und Personen, die sich mit der Geschichte der Kurpfalz befassen und verlinkt zu deren Internetangeboten. Des Weiteren sind Links zu solchen WWW-Seiten, die seriöse Informationen zur historischen Kurpfalz bieten, gesammelt, thematisch gegliedert und in Kurzform wissenschaftlich kommentiert. Historisch Interessierte wie Fachhistoriker können sich unter www.kurpfalz-geschichte.de über diese Angebote leicht informieren und gezielt auf sie zugreifen.